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| Zwingersteuer |
ZwingersteuerDie Hundesteuer ist eine Abgabe, die das Halten von Hunden besteuert.
Deutschland
Die Hundesteuer unterliegt als Gemeindesteuer der abgabenrechtlichen Kompetenz der Kommunen. Die Verwaltung der Steuer und der Ertrag steht den Städten und Gemeinden zu, die in Satzungen die Regelungen zu Befreiungsmöglichkeiten und zur Höhe der Steuer festlegen. Daher variiert der Steuersatz von Gemeinde zu Gemeinde erheblich und oft wird die Steuerhöhe für den zweiten und jeden weiteren Hund (i.d.R. pro Haushalt, nicht pro Halter!) vervielfacht. Viele Kommunen setzen daneben für bestimmte Hunderassen (Kampfhunde) einen stark erhöhten Steuersatz fest, was vom Bundesverwaltungsgericht im Jahr 2000 für grundsätzlich zulässig erachtet wurde.
Neben dem Einnahmezweck (das Aufkommen der Hundesteuer betrug im Jahr 2002 211,6 Mio. €) verfolgt die Hundesteuer auch den ordnungspolitischen Zweck, die Zahl der Hunde im Gemeindegebiet zu begrenzen.
Für gewerbliche Zwecke gehaltene Hunde (z.B. zwecks Hundezucht oder Hundehandel) darf keine Hundesteuer erhoben werden, da die Gesetzgebungskompetenz der Länder aus Art. 105 Abs. 2a GG (örtliche Verbrauch- und Aufwandsteuern) nur eine Steuer für das Halten von Hunden durch natürliche Personen zu privaten Zwecken abdeckt. Daneben sehen die Kommunalsatzungen oftmals Steuerbefreiungen oder -ermäßigungen für Blindenhunde, Hütehunde, Gebrauchshunde und Hunde in oder aus Tierheimen vor.
Die Hundesteuer wird als Jahressteuer pro gehaltenem Hund erhoben und ist eine direkte Steuer, da Steuerträger und Steuerpflichtiger der Hundehalter ist.
Die Hundesteuer wurde in Preussen um das Jahr 1810 als sogenannte Luxussteuer eingeführt, da man der Ansicht war, dass jemand, der Tiere besitzt, die keine Nutztiere sind, auch noch genug Geld hat, um dafür zu zahlen.
Siehe auch
- Steuer
- Gemeindesteuer
- Aufwandsteuer
Kategorie:Haushund
Kategorie:Steuern und Abgaben
Kategorie:Kommunalpolitik
AbgabeDas Wort Abgabe bezeichnet:
- das Zuspielen des Balles bei Ballspielen, siehe Abgabe (Ballspiel)
- die Abgabe von Ware gegen Geld, siehe Verkauf
- die Steuern, Zölle und Sonderabgaben an den Staat, siehe Abgaben (Deutschland)
- in Justiz und Verwaltung das Weiterreichen eines Verfahrens (mit Abgabe der Akten), siehe Abgabe (Verwaltung)
GemeindesteuerGemeindesteuern sind Steuern, deren Aufkommen nach Art. 106 Absatz 6 GG den Gemeinden zusteht. Das sind zum einen
- die Grundsteuer und
- die Gewerbesteuer und zum anderen
- die örtlichen Verbrauchsteuern und Aufwandsteuern.
Letztere dürfen die Gemeinden jedoch nur erheben, wenn keine landesgesetzlichen Regelungen erlassen sind.
Zulässige örtliche Verbrauch- und Aufwandsteuern sind Hundesteuer, Jagdsteuer, Zweitwohnsitzsteuer und Vergnügungsteuer. Für verfassungswidrig erklärt wurden hingegen die Kasseler Verpackungsteuer auf Einwegverpackungen oder die sogenannte Einwohnersteuer, welche nach Wohnraum und Mietwert berechnet wurde.
Den Gegensatz zu den Gemeindesteuern bilden die sogenannten Gemeinschaftssteuern wie Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer, welche nach dem Grundgesetz Bund, Ländern und Gemeinden anteilig zustehen und die Ländersteuern, deren Aufkommen nur dem jeweiligen Land zusteht.
Geschichte
Die Gemeindesteuern wurden erst im Zuge der Finanzreform 1956 ins Grundgesetz aufgenommen. Der Bund darf diese Steuern zwar nicht grundsätzlich entziehen, er kann aber das Aufkommen durch Gesetz einschränken. Als Beispiele seien das Steueränderungsgesetz 1979, welches unter anderem das Aufkommen der Gewerbesteuer erheblich begrenzte, die Streichung der Gewerbekapitalsteuer oder die Erhöhung der Gewerbesteuerumlage an Bund und Länder genannt.
Kategorie:Steuerrecht
Kategorie:Steuern und Abgaben
SatzungDie Satzung (auch: Statut, Ordnung, Verfassung) ist der Begriff für die Grundordnung eines Zusammenschlusses, der sowohl privatrechtlich als auch öffentlich-rechtlich begründet sein kann.
In der Normenhierarchie steht die Satzung (einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft) auf der untersten Stufe.
Privatrecht
Verein
Der notwendige Inhalt der Satzung eines eingetragenen Vereins ergibt sich aus §§ 57 und 58 BGB.
§ 57 BGB (Satzung, Mindesterfordernisse):
# Die Satzung muss den Zweck, den Namen und den Sitz des Vereins enthalten und gegebenenfalls angeben, dass der Verein in das Vereinsregister eingetragen werden soll.
# Der Name soll sich von den Namen der an demselben Orte oder in derselben Gemeinde bestehenden eingetragenen Vereine deutlich unterscheiden.
§ 58 BGB (Weitere Erfordernisse):
Die Satzung soll Bestimmungen enthalten
# über den Eintritt und Austritt der Mitglieder;
# darüber, ob und welche Beiträge von den Mitgliedern zu leisten sind;
# über die Bildung des Vorstandes;
# über die Voraussetzungen, unter denen die Mitgliederversammlung zu berufen ist, über die Form der Berufung und über die Beurkundung der Beschlüsse.
Siehe auch: Checkliste für Vereinssatzungen
Andere juristische Personen
Hier ist die Satzung der Gesellschaftsvertrag bei der Aktiengesellschaft (AG) und der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA).
Öffentliches Recht
Körperschaften, wie Universitäten, Gemeinden, Landkreise und ähnliche, sowie Anstalten geben sich zur Regelung ihrer eigenen Angelegenheiten eine Satzung. Rechtsgrund ist das Selbstverwaltungsrecht dieser Körperschaften, in diesem Bezug auch Satzungsautonomie genannt.
Für Gemeinden ist die Befugnis zur Satzungsgebung in den jeweiligen Gemeindeordnungen geregelt. Verfassungsrechtliche Grundlage ist Art. 28 II GG. Kommt der Satzung eine besondere Bindungswirkung gegenüber dem Bürger (Gemeinde) oder den Angehörigen (übrige Körperschaften) zu, ist in der Regel auch die Zustimmung der Aufsichtsbehörde (bei einer Gemeinde der Kommunalaufsicht, bei einer Universität des Ministeriums) notwendig.
Satzungen können als materielle Gesetze der Normenkontrolle unterzogen werden. Werden die Gemeinde und übrigen Körperschaften im übertragenen Wirkungskreis rechtsetzend tätig, so handeln sie durch Rechtsverordnung.
Satzungen sind nach solchen mit Außen- und solchen mit Innenwirkung zu unterscheiden. Während Satzungen mit Außenwirkung verbindlich für Dritte sind und Rechte und/oder Pflichten erzeugen, sind Satzungen mit Innenwirkung ausschließlich für die Körperschaft, die Organe und für die Verwaltung verbindlich. Zu letzterer Gruppe ist beispielsweise die Hauptsatzung zu zählen.
Für die untergesetzliche Rechtsetzung ist die Wesentlichkeitstheorie zu beachten.
Steuerrecht
Steuervergünstigungen werden nur gewährt, wenn die Satzung § 59 AO entspricht.
Weblinks
- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/ao_1977/index.html Abgabenordnung (AO)]
Kategorie:Gesellschaftsrecht
Kategorie:Allgemeines Verwaltungsrecht
BlindenhundBlindenführhunde sind speziell ausgebildete Arbeitshunde, die blinden oder hochgradig sehbehinderten Menschen eine gefahrlose Orientierung sowohl in vertrauter als auch in fremder Umgebung gewährleisten sollen. Blindenführhunde gelten nach § 33 SGB V rechtlich als Hilfsmittel. Der Blindenführhund „im Dienst“ ist an seinem weißen Führgeschirr erkennbar. Dies ist ein offizielles Verkehrszeichen, das alle Verkehrsteilnehmer zu besonderer Rücksicht verpflichtet. Etwa 1-2% der Blinden in Deutschland haben einen Führhund. Gut ausgebildete Führhunde ermöglichen ihren Haltern ein hohes Maß an individueller Mobilität, Sicherheit und Unabhängigkeit und stellen dadurch einen entscheidenden Faktor für die gesellschaftliche Integration blinder Menschen dar.
Führgespann
Ein Team bestehend aus Blindenführhundhalter und Blindenführhund nennt sich Führgespann.
Während der blinde bzw. sehbehinderte Hundeführer als Navigator fungiert, übernimmt der Blindenführhund die Rolle des Piloten, indem er akustische Kommandos, sogenannte Hörzeichen, wie z.B. „Geradeaus“, „Nach links“, „Suche Türe“, „Überquere Straße“ ausführt.
Fähigkeiten eines Blindenführhunds
Ein Blindenführhund sucht wunschgemäß Türen, Treppen, Zebrastreifen, Telefonzellen, Briefkästen, freie Sitzplätze (z.B. in Bus oder Bahn) und vieles mehr. Er zeigt das Gefundene an, indem er davor stehen bleibt. Blindenführhunde sind in der Lage blinde und sehbehinderte Menschen sicher durch Orte zu führen, indem sie Hindernissen wie Straßenschildern, parkenden Autos, Fußgängern usw. ausweichen und Straßenbegrenzungen, Treppen, Türen, Fussgängerstreifen anzeigen. Ein gut ausgebildeter Blindenführhund umgeht jegliche Art von Hindernissen oder zeigt diese an, indem er stehen bleibt. Für ein gut ausgebildetes Führgespann sind geparkte Autos, Laternenpfähle, Fahrradfahrer etc. daher kein Problem. Zu den Hindernissen, auf die ein Führhund reagieren muss, gehören auch Bodenhindernisse, wie Pfützen oder Schlaglöcher und Höhenhindernisse wie herabhängende Äste oder Schilder, d.h. der Hund muss auch Hindernisse anzeigen und umgehen, die für ihn selbst keine sind. Im Fall einer drohenden Gefahr etwa im Straßenverkehr muss der Führhund in der Lage sein einen Befehl ausnahmsweise zu verweigern.
Ein gut ausgebildeter Führhund beherrscht etwa 70 Hörzeichen, bei entsprechendem Training kann er aber noch wesentlich mehr (bis zu 400) erlernen. Damit diese Fähigkeiten nicht verloren gehen, sind ihre Besitzer angehalten sich intensiv mit ihrem Hund zu beschäftigen und die Kommandos regelmäßig zu trainieren.
Ausbildung
Zur Ausbildung zum Blindenführhund kommen nur Hunde mit ganz bestimmten Eigenschaften. So muss es sich um friedfertige, intelligente, wesensfeste, nervenstarke, arbeitsbelastbare und gesunde Junghunde handeln. Die ersten Eignungstest zum Blindenführhund werden bereits im Welpenalter, mit etwa acht Wochen, in besonders dafür angelegten Welpentests von erfahrenen Führhundetrainern durchgeführt. Anschließend werden geeignete Welpen in sogenannte Patenfamilien, in denen die Hunde etwa ein Jahr lang sozialisiert werden, gegeben. Gute Führhundeschulen zeichnen sich dadurch aus, daß sie ihre Patenfamilien speziell für diese Aufgabe aussuchen, anleiten und kontrollieren. Die Junghunde werden während ihres ersten Lebensjahres mit den unterschiedlichsten Ereignissen und Situationen konfrontiert. Dabei wird immer wieder das Augenmerk auf Nervenfestigkeit, Ängstlichkeit, Aggressionsverhalten, Jagdtrieb und auf Wohlverhalten im Umgang mit Menschen gerichtet. Bei den Rassen, die zur Ausbildung in Frage kommen, gibt es grundsätzlich keine Beschränkungen. Es dürfen jedoch keine Hunde mit hohem Aggressionspotential zum Blindenführhund ausgebildet werden. Bevorzugt als Blindenführhunde ausgebildet werden häufig Königspudel, Riesenschnauzer, Australian Shepard, Deutsche Schäferhunde, Labrador Retriever, Golden Retriever und Amerikanisch Kanadische Schäferhunde. Es kommen auch Mischlinge für die Ausbildung in Frage. Die Schulterhöhe der Tiere sollte mindestens 50 maximal 65 cm hoch sein.
Blindenführhunde werden in Blindenführhundeschulen mittels verschiedener Methoden des Verhaltenstrainings ausgebildet. Die Kosten der Ausbildung werden von den Krankenkassen übernommen. Die Ausbildung selbst kann bis zu zwölf Monate dauern. Für sie müssen die Tiere einen intensiven Gesundheitstest bestehen, dabei werden unter anderem Gelenke und Augen untersucht.
Bindung zwischen Mensch und Tier
Die soziale Bindung Mensch - Hund ist die wichtigste Voraussetzung für ein gut funktionierendes Führgespann. Der Aufbau einer gegenseitigen Vertrauensbasis ist besonders wichtig im ersten Jahr des Gespanns. Gelingt der Bindungsaufbau in dieser Zeit nicht bleiben Mensch und Blindenführhund häufig unsicher. Es bleibt auch später wichtig, engen Kontakt zu den Tieren zu halten, um die Bindung zu gewährleisten. Bei Paaren, in denen ein Partner sehend ist, kann es vorkommen, dass die Hunde eine intensivere Beziehung zum sehenden Menschen aufbauen, wenn dieser sich häufiger mit dem Tier beschäftigt und Spiele wahrnimmt, die Blinden nicht möglich sind.
Lebensdauer
Wegen ihrer relativ stressreichen "Arbeit" gehen viele Menschen davon aus, dass Blindenführhunde meist etwas kürzer als ihre anderen Artgenossen leben. Das ist aber nicht korrekt, denn ein gut ausgebildeter Blindenführhund lernt von klein auf mit dem "Stress" umzugehen und wird meist auch 11-13 Jahre alt, was für Hunde dieser Größe (55-65 cm) ein normales Alter ist.
Film
"Partner auf vier Pfoten - Der Blindenführhund"
Video-DVD/CD , 74 min., Farbe, Bundesrepublik Deutschland 2004;
[http://www.fwu.de/db-bm/record.phtml?idnr=FWU-04210459&config=fwu]
Verwandte Artikel
- Blindenpferde
Weblinks
- [http://www.dvbm.de/ dvbm.de - Deutscher Verein für Blindenführhunde und Mobilitätshilfen eV ... ]
- [http://www.verein-lichtblicke.de/ Lichtblicke e.V. Verein zur Förderung des Blindenführhundewesens]
- [http://www.blinden-fuehrhunde.de/ Blinden-Fuehrhunde.de - Deutscher Blindenführhundehalterverein e.V]
- [http://www.anderssehen.at/hund.shtml Anderssehen.at - Einiges zu Blindenführhunden]
- [http://www.blindenhundeschule.ch Blindenführhundeschule in Allschwil]
- [http://www.blindenfuehrhundschule-gruen.de - Seite der Blindenführhundschule Grün/Burbach]
Kategorie:Blindheit
Kategorie:Gebrauchshund
ja:盲導犬
Hütehund
Der Haushund (Canis lupus familiaris) ist ein Haus-, Heim- und Nutztier aus der Familie der Hundeartigen bzw. Echten Hunde (Canidae).
Abstammung
Der Stammvater des Hundes ist der Wolf. Noch bis vor kurzem hielt man den indischen Wolf (Canis lupus pallipes oder Canis lupaster) für den Stammvater, dessen Äußeres dem einiger anderer Hunderassen ähnlich erscheint. Auf Konrad Lorenz zurückgehende Vermutungen, dass der Haushund vom Goldschakal (Canis aureus) abstammt, gelten durch neuere Forschungen wie die von Erik Zimen und Alfred Seitz heute als widerlegt.
Inzwischen wurde genetisch der gemeine graue Wolf (Canis lupus) als Urvater bestätigt. Damit scheidet auch die indische Unterart als möglicher Stammvater aus.
Die Untersuchung der Mitochondrialen DNA ist eine genetische Standardmethode, um Populationen verschiedener Spezies zu testen.
Untersuchungen der Mitochondrien-DNA von Wölfen und Hunden in den USA zeigten, dass die genetischen Unterschiede zwischen verschiedenen Wolfpopulationen durchschnittlich 0,16% betrugen.
Der genetische Unterschied zwischen Wolf und Kojote betrug etwa 3,1%, und der Unterschied zwischen Hund und Wolf (Grauwolf) betrug 0,2%!
(Quelle: 1993er Ausgabe des "Mammal Species of the World", des Referenzwerkes der Smithsonian Institution zur Klassifizierung und geographischen Einordnung der Säugetiere dieser Welt. Dieses Werk wird in Zusammenarbeit mit der American Society of Mammalogists und der International Commission on Zoological Nomenclature erarbeitet und herausgebracht.)
Mitochondrialen DNA
Hunde und Wölfe sind auch miteinander fruchtbar. 2004 wurden solche Paarungen im Rahmen von Wiederansiedlungen polnischer Wölfe in Brandenburg nachgewiesen. In seinem Buch "Der Hund" beschreibt der Verhaltensforscher Erik Zimen ausführlich seine langjährigen vergleichenden Beobachtungen an Königspudeln und Wölfen sowie an deren Mischlingen (den sog. Puwos) und an den Nachkommen aus der Verpaarung von "Puwo" mit "Puwo".
Bisher ging man davon aus, dass die Verhaltensunterschiede zwischen Wolf und Hund zu groß sind, als dass es zu Mischpaarungen kommen könnte. Verwilderte Hunderassen beweisen jedoch, dass auch Hunde abhängig von ihrer Umgebung wieder wolfstypische Merkmale und Verhaltensweisen annehmen können.
Man kann also davon ausgehen, dass solche Paarungen in der Natur durchaus normal sind und eventuell häufiger vorkommen, als bisher angenommen.
Urtümliche Hunde
In einigen Ländern wurden Hunderassen entdeckt, die als Urtypen der ersten Hunde gelten können. Diese Hunderassen werden Pariahunde oder Schensi-Hunde genannt. Sie leben halbwild in der Nähe des Menschen in einer stabilen Population. Einige werden mittlerweile bereits vom FCI als eigenständige Rasse geführt.
Domestikation
FCI]
Bis vor einigen Jahren dachte man noch, dass die Domestizierung des Hundes vor etwa 14.000 Jahren (Torfhund), wahrscheinlich im Nahen Osten oder in Asien begann. Allerdings zeigen Untersuchungen der Erbinformationen, dass sich der Haushund (Urhund) schon vor etwa 100.000 Jahren vom Wolf getrennt hat.
Die Klärung der Abstammung des Hundes vom Wolf warf gleichzeitig die Frage nach dem Alter unserer Hunde neu auf: Aufgrund diverser Knochenfunde waren die Hundeforscher bislang überzeugt, die Zähmung und Domestizierung der Rudeltiere hätte vor 12.000 bis 15.000 Jahren stattgefunden.
Doch dann warf eine genetische Studie - publiziert im Fachblatt "Science" - diese Thesen über den Haufen. Durch eine Erbgutanalyse von Hund und Wolf sind schwedische und amerikanische Evolutionsbiologen zur Überzeugung gelangt, dass der Ur-Hund zwar tatsächlich vom Wolf abstammt, doch schon vor rund 135.000 Jahren geboren worden ist. Damit wäre der beste Freund des Menschen rund zehnmal älter als bislang angenommen.
Traditionelle Hundeforscher zeigten sich - nicht ganz überraschend - von der neuen Studie brüskiert. "Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die Wölfe schon so früh domestiziert wurden", sagte der Schweizer Kynologe und Buchautor Hans Räber. "Man müsste archäologische Funde haben, und die haben wir nicht." Und nicht einmal bei den ältesten, rund 14.000 Jahre alten Ausgrabungen, so Räber, sei es immer klar, ob es sich um Wölfe oder Hunde handle.
Joakim Lundeberg vom Königlichen Technologie-Institut in Stockholm, einer der Autoren der genetischen Studie, ist da anderer Meinung: "Die frühen Menschen waren nomadische Jäger und Sammler", sagte der Biochemiker. Weil damals keine "Friedhöfe" existierten, sei es nicht zwingend, Hundefossilien neben solchen von Menschen zu finden.
Eine interessante Idee vertritt
Gregory Acland, Veterinär an der Cornell University in Ithaca, USA. Er meint, dass nicht der Mensch auf den Hund kam, sondern umgekehrt. Schenkt man ihm Glauben, verfügte der damalige Mensch noch gar nicht über die intellektuellen Fähigkeiten, den Hund zu domestizieren, da er selbst „noch nicht vollständig domestiziert“ war. Der frühe Hund fand in der Nähe des Homo sapiens eine ökologische Nische und „verhaustierte“ sich so selbst. Er profitierte von den Abfällen, die in der Nähe der Menschen für ihn abfielen und machte sich seinerseits nützlich, indem er "seine" Menschen vor Feinden warnte und beschützte und auch bei gemeinsamen Jagdausflügen hilfreich war. Dieser Theorie nach handelte es sich also von Anfang an um eine Art Symbiose. Der Homo Sapiens wanderte jedoch erst vor 100.000 Jahren im Nahen Osten ein, und konnte dort mit Wölfen in Kontakt geraten, so das es auch denkbar wäre, das der Wolf sich zuerst an die Lagerstätten der Neandertaler gesellte. Nichtsdestotrotz: Jahrzehntausende (vor 35.000 Jahren) danach brachten Menschen den hundeähnlichen Wolf nach Europa. Das äußere Erscheinungsbild des Hundes blieb lange wolfsähnlich, weshalb sich auch keine „hundstypischen“ Knochenfunde aus dieser Zeit finden. Erst als der moderne Mensch sesshaft wurde, begann er den Hund züchterisch gezielt nach seinem Nutzwert zu verändern.
Im Verlauf der Mensch-Hund-Beziehung haben sich, regional und nach den Umwelt- und Lebensbedingungen, unterschiedliche Hunderassen herausgebildet. Der Mensch hat es verstanden, den Hund für unterschiedliche Aufgaben durch Züchtung und entsprechende Hundeerziehung zu nutzen. Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) ist die größte internationale Dachorganisation, unter deren Führung nationale Gruppierungen die Standards der unterschiedlichen Hunderassen festlegen.
Einteilung der Zuchthunderassen
unterschiedlichen Hunderassen
Vornehmlich nach ihrem Verwendungszweck werden folgende Hundetypen unterschieden:
- Hütehunde (beispielsweise Deutscher Schäferhund, Collie, Border Collie), Treibhunde (beispielsweise Rottweiler), Hirtenhunde (beispielsweise Kuvasz) und Herdenschutzhunde (beispielsweise Maremmano).
- Haushunde im engeren Sinne (beispielsweise Landseer, Neufundländer, Leonberger, Berner Sennenhund) und Hofhunde (beispielsweise Hovawart, Entlebucher Sennenhund, Appenzeller Sennenhund)
- Stallhunde (beispielsweise Pinscher und Schnauzer) und Wachhunde (beispielsweise Deutscher Spitz),
- Gesellschaftshunde (beispielsweise Havaneser) und Begleithunde,
- Jagdhunde für unterschiedliche Jagdarten und Beutetiere darunter Schweißhunde, Stöberhunde, Vorstehhunde und Retriever und Erdhunde und Bracken sowie Laufhunde (beispielsweise Windhunde wie der Azawakh).
Daneben sind weitere unsystematische Bezeichnungen wie Arbeitshunde beziehungsweise Gebrauchshunde, Kampfhunde, Schutzhunde, Wachhunde, primitive oder ursprüngliche Hunde bis hin zu Schoßhunden üblich.
Eine kynologische Systematik der Hunderassen wird von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) gepflegt, die derzeit 347 Rassen anerkennt (Stand: 11/2004). Diese Systematik ist allerdings sehr willkürlich und berücksichtigt nicht den Grad der genetischen Verwandtschaft zwischen den einzelnen Rassen. Im FCI-System werden alle anerkannten Hunderassen in 10 Gruppen eingeteilt, die wiederum in verschiedene Sektionen unterteilt sind:
- Gruppe 01: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde) [http://www.fci.be/nomenclatures_detail.asp?lang=de&file=group1];
- Gruppe 02: Pinscher und Schnauzer - Molossoide - Schweizer Sennenhunde und andere Rassen [http://www.fci.be/nomenclatures_detail.asp?lang=de&file=group2];
- Gruppe 03: Terrier [http://www.fci.be/nomenclatures_detail.asp?lang=de&file=group3];
- Gruppe 04: Dachshunde [http://www.fci.be/nomenclatures_detail.asp?lang=de&file=group4];
- Gruppe 05: Spitze und Hunde vom Urtyp [http://www.fci.be/nomenclatures_detail.asp?lang=de&file=group5];
- Gruppe 06: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen [http://www.fci.be/nomenclatures_detail.asp?lang=de&file=group6];
- Gruppe 07: Vorstehhunde [http://www.fci.be/nomenclatures_detail.asp?lang=de&file=group7];
- Gruppe 08: Apportierhunde - Stöberhunde - Wasserhunde [http://www.fci.be/nomenclatures_detail.asp?lang=de&file=group8];
- Gruppe 09: Gesellschafts - und Begleithunde [http://www.fci.be/nomenclatures_detail.asp?lang=de&file=group9];
- Gruppe 10: Windhunde [http://www.fci.be/nomenclatures_detail.asp?lang=de&file=group10].
Daneben gibt es in der FCI-Systematik eine Reihe so genannter vorläufig angenommener Rassen [http://www.fci.be/nomenclatures_detail.asp?lang=de&file=group_provisionally].
Außerhalb dieser Systematik gibt es noch über hundert weitere, jedoch von der FCI nicht anerkannte Rassen sowie eine Reihe als ausgestorben geltender Rassen wie Basset d'Artois, Braque Belge und Harlekinpinscher, die aus der FCI-Systematik gestrichen wurden.
Neben den eigentlichen Hunderassen gibt es auch noch Bastarde beziehungsweise Mischlinge, verwilderte Haushunde (beispielsweise Dingo (Canis lupus f. dingo).
Dingo
Einige Hunderassen
Zu den kleinsten anerkannten Hunderassen zählt der Chihuahua (FCI-Nr. 218) mit einem Gewicht von 0,5-3 kg und eine Widerristhöhe von unter 20 cm; zu den größten Hunderassen zählt die Deutsche Dogge (FCI-Nr. 235) mit einer Widerristhöhe von mindestens 80 cm bei Rüden und der Irish Wolfhound (FCI-Nr. 160) mit bis zu 95 cm; zu den seltenen Rassen zählt der Curly Coated Retriever.
Qualzuchten und Verstümmelungen
Bei einigen Rassen ging die Zucht so weit, dass die Hunde gesundheitliche Probleme bekamen wie Kurzatmigkeit, Augenprobleme oder der Geburtsvorgang nicht mehr natürlich abläuft wie z.B. die Englische Bulldogge. Bei anderen wurden die natürlichen Merkmale maßlos übertrieben: Faltenbildung, Fellstruktur usw.
Derartige Zuchtziele bezeichnet man heute als Qualzucht, wobei die Definition sehr schwierig ist, da schwer zu sagen ist, ab wann ein Hund durch bestimmte körperliche Merkmale gequält ist. Ein Verbot ist wegen dieser Definitionsfragen und auch der Meinung einiger Züchter die mit ausgefallenen Rassen und extremen Züchtungen ihr Geld verdienen, schwer durchzusetzen. Im neuen Tierschutzgesetz der Schweiz sind einige Rassen aus diesem Grunde verboten. Rassen bei denen oft fälschlicherweise von Qualzucht gesprochen wird, sind beispielsweise der Xoloitzcuintli oder Mexikanische Nackthund, der als gesunder und besonders langlebiger Hund zu den ältesten Hunderassen zählt. Wenn einigen Nackthunderassen jedoch zusätzlich zum Haarkleid auch wichtige Zähne fehlen und diese Hunde teilweise weder Knochen noch hartes Futter fressen können, ist die Grenze zur Qualzucht eindeutig überschritten. Umstritten ist auch der Rhodesian Ridgeback. Durch die Fellstruktur und Hauteinstülpungen am Rücken kommt es oft zu Entzündungen. Weitere Beispiele siehe [http://www.meine-kampfhunde.de/qual.html]
Die Sinne des Hundes
Ohren
Rhodesian Ridgeback
Die Leistungsfähigkeit des Ohrs ist hoch entwickelt. Es kann höhere Frequenzen wahrnehmen als das des Menschen, im Idealfall:
- Mensch ~ 20-20.000 Hz, maximale Empfindlichkeit im Bereich zwischen 1.000 bis 4.000 Hz
- Hund ~ 15-50.000 Hz (nach anderen Quellen bis 100.000 Hz), maximale Empfindlichkeit bei 8.000 Hz
Die beweglichen Ohrmuscheln des Hundes lassen ihn Geräuschquellen zudem besser dreidimensional orten als ein Mensch das könnte. Eine Geräuschquelle kann ein Hund mit einer Abweichung von maximal 2% erkennen (beim Menschen ist die Abweichung größer als 15%). Für die Bewegung des Hundeohres sind 17 Muskeln verantwortlich. Selbst Hunde mit Schlappohren sind in der Geräuschortung nur knapp den Stehohrigen unterlegen.
Die Ohren sind neben der Hörfähigkeit auch wichtig als "Signalgeber" für die optische Kommunikation, die Stimmung des Hundes wird so signalisiert. Diese Signalwirkung ist im sozialen Zusammenleben der Hunde untereinander äußerst wichtig. Hier gibt es Probleme bei besonders langhaarigen und schlappohrigen Hunden.
Hunde sind im Übrigen auch in der Lage, über etwa 25 m Infraschallfrequenzen um die 1 bis 2 Hertz wahrzunehmen.
Augen
Infraschall
Früher ging der Mensch von der Annahme aus, dass Hunde nur Graustufen, "schwarz-weiß" sehen könnten. Nach genaueren Untersuchungen wurde diese Meinung revidiert: Hunde sehen Farben - aber etwas anders als der Mensch.
Das Auge des Hundes besteht aus 2 verschiedenen Lichtrezeptoren: die einen, die Stäbchen, sind für das Sehen von Graustufen zuständig. Die anderen, Zäpfchen genannt, für das Sehen von Farben. Die Stäbchen sind sehr viel zahlreicher und benötigen zudem für ein Signal an das Gehirn viel weniger Licht. Die Zapfen sorgen für das Farbensehen, aber nur bei ausreichender Beleuchtung. Das trifft auch auf den Menschen zu: In der Dämmerung sehen auch wir nur in Graustufen. Bei Hunden kommt noch ein Trick der Evolution hinzu. Der Augenhintergrund ist "verspiegelt" (diese Schicht wird Tapetum lucidum genannt), sodass einfallendes Licht vom Hintergrund des Auges reflektiert wird und die Stäbchen so noch einmal trifft. Hunde können in der Dämmerung daher sehr viel besser sehen als Menschen.
Die Zäpfchen sind jeweils auf einen bestimmten Spektralbereich spezialisiert, beim Menschen sind es 3 unterschiedliche Rezeptoren, für die Farben Rot, Gelb und Blau, aus deren 3 Farbsignalen das Gehirn den Gesamtfarbeindruck bildet.
Der Hund hat nur 2 unterschiedliche Zäpfchentypen, die für Gelb und Blau empfindlich sind. Dadurch wird nur ein Teil des menschlichen Farbspektrums abgedeckt: Rot ist eine Farbe, die der Hund nicht kennt. Das Farbensehen der Hunde ist sogar etwas in Richtung Ultraviolett verschoben, endet aber durch den fehlenden Rot-Rezeptor bei Gelb; das, was wir rot sehen, kommt bei Hunden vermutlich gelb an.
Tapetum lucidum
Es gibt aber noch andere, gravierende Unterschiede: Das Hundeauge ist im Bereich 430 nm, dem Blaubereich, am empfindlichsten, das menschliche Auge im Bereich grün/gelb, 550 nm. Die Sehschärfe ist vermutlich geringer als beim Menschen und auf Bewegung optimiert, stillstehende Dinge werden durch das Gehirn unterdrückt, also kaum wahrgenommen. Hier hat auch die Evolution gewirkt: die Beute des Wolfes bewegt sich und wird darum optisch selektiert.
Das Sichtfeld des Hundes ist wesentlich größer als das des Menschen, es beträgt etwa 240 Grad im Gegensatz zu 200 Grad bei Menschen. Der Bereich, in dem Mensch und Hund dreidimensional sehen können, ist mit 120 Grad gleich groß.
Nase
Tapetum lucidum
Die Nase, das Riechorgan des Hundes, ist wesentlich besser entwickelt als beim Menschen. Grob zu erkennen ist das schon an der Anzahl der Riechzellen, wobei es auch zwischen den Hunderassen erhebliche Unterschiede gibt. Ganz grob kann man hier sagen: Je länger die Hundeschnauze, desto besser das Riechvermögen.
So hat z.B. der Mensch 5 Millionen Riechzellen, der Dackel 125 Millionen und der Schäferhund hat 220 Millionen. Für seine Riech- und Spürfähigkeiten ist der Bloodhound als "Nonplusultra" bekannt.
Zur Beurteilung der Riechleistung reicht das aber bei Weitem nicht aus:
Messungen mit dem haben ergeben, dass das Riechvermögen des Hundes etwa eine Million mal besser ist, als das des Menschen. Der Hund kann in kurzen Atemzügen bis zu 300 mal in der Minute atmen, so dass die Riechzellen ständig mit neuem "Material" versorgen werden.
Das wichtigste „Riechorgan“ ist das Gehirn, hier werden die eintreffenden Daten verarbeitet und ausgewertet. Dabei ist zu beachten, dass Hunde „Stereo" riechen können, die Nase kann also „rechts und links" differenzieren, ähnlich wie beim Sehen. Auf diese Weise ist der Hund fähig, die Richtung einer Spur zu beurteilen, selbst eine alte Spur zu verfolgen. Das Riechhirn ist im Vergleich zum Menschen riesig: Alleine 10% des Hundehirns ist dafür zuständig, beim Menschen sind es nur 1 %. Der Mensch nutzt diese besondere Fähigkeit des Hundes als Spürhund in vielen Bereichen. Bei dieser Fähigkeit muss unterschieden werden zwischen der „mechanischen" Spur und der Duftspur. Leider ist es heute üblich den Hund ( Im speziellen Hundesport: z.B. Schutzhund) auf die mechanische Spur zu trainieren, also auf den Geruch von Verletzungen des Erdbodens, wie geknickte Pflanzen und so weiter. Eine kreuzende, zur gleichen Zeit angelegte Spur kann so zu einer Fehlsuche führen, da beide Spuren gleichwertig für den Hund sind. Für die Fährtenarbeit der Polizei ist diese Vorgehensweise selbstverständlich untauglich. Hier werden die Hunde auf die Geruchsspur trainiert, also das verstärkt, was der Hund auch natürlich machen würde. Diese Spur driftet aber durch äußere Einflüsse wie durch den Wind von der "mechanischen" Spur ab, sammelt sich an windstillen Stellen, wird an windigen Ecken stark verdünnt. Die Spur ist für den Hund eindeutig, weil jeder „Duftspender" eine eindeutige "Geruchsfarbe" hat. Sehr gute Spürhunde können eine solche Spur noch nach Tagen eindeutig aufnehmen und verfolgen, auch mitten durch eine Stadt, mitten durch viel parallele und kreuzende Fremdspuren.
Hunde "schmecken" Gerüche auch über das Jacobsonsche Organ (Vomeronasalorgan), welches sich im Gaumen befindet. Dieses transportiert die aufgenommene Information sofort an das Limbische System, das entwicklungsgeschichtlich älteste Zentrum im Gehirn. Es ist für die Entstehung von Gefühlen, Triebverhalten und für die Bildung von Hormonen verantwortlich.
siehe dazu auch Olfaktorische Wahrnehmung
Fortpflanzung
siehe dazu auch Olfaktorische Wahrnehmung]
Der Eintritt der Geschlechtsreife wird beim weiblichen Hund durch die erste Läufigkeit gekennzeichnet, die im Alter von 7 bis 11 Monaten auftritt. Rüden erlangen ihre sexuelle Kompetenz in etwa dem gleichen Alter. Kleinere Hunde werden im Allgemeinen früher geschlechtsreif als Hunde großer Rassen.
Hunde unterliegen einer ausgeprägten etwa halbjährlichen Brunstperiodik. Mit einem durchschnittlichen Läufigkeitsintervall von 5 bis 7 Monaten zählen sie zu den saisonal monöstrischen Tieren.
Der Sexualzyklus ist in 4 Phasen unterteilt. Mit dem Beginn der Vorbrunst (Proöstrus) kommt es zu einem Anschwellen der Vulva und dem Austritt von blutigem bis fleischwasserfarbigem Sekret, welches die Hündin für Rüden attraktiv macht. Eine Deckbereitschaft ihrerseits ist jedoch noch nicht gegeben. Die Dauer der Vorbrunst beträgt - individuell unterschiedlich - 4 bis 21 Tage. Ihr schließt sich die Brunst (Östrus) an, welche von Deckbereitschaft der Hündin und Fruchtbarkeit gekennzeichnet ist. Der Scheidenausfluss wird heller und die Hündin "präsentiert" sich den Rüden. Die Phase der Brunst beträgt 2 bis 12 Tage. Zusammen mit der Vorbrunst wird sie als Läufigkeit bezeichnet. Hieran schließt sich der Metöstrus an, in dessen Verlauf über eine Dauer von 9-12 Wochen Rückbildungs- und Regenerationsvorgänge an der Gebärmutter erfolgen. In der vierten Phase (Anöstrus) fehlt jegliches Anzeichen sexueller Aktivität. Dieser Abschnitt dauert 2 bis 6 Monate.
Beim Deckakt des Hundes kommt es zum bemerkenswerten Verhalten des "Hängens". Auf die Penetration der Hündin hin kommt es zu einer starken Anschwellung des sogenannten Knotens des Rüden, welcher sich am unteren Ende des Penisschaftes befindet. Dies hat den Effekt, dass der Penis "verkeilt" wird und sich die beiden Tiere nicht voneinander trennen können. Folglich steigt das männliche Tier von seiner Partnerin herunter und dreht sich im Regelfall um 180°, sodass beide Tiere über eine Dauer von bis zu 30 Minuten miteinander mit den Hinterteilen einander zugewandt verbunden bleiben.
Die durchschnittliche Trächtigkeitsdauer der Hündin beläuft sich auf 63 bis 65 Tage, die Anzahl der Welpen schwankt etwa zwischen 3 und 9 Tieren.
Lebenserwartung
Grundsätzlich werden kleine Hunde älter als große. So können Rassen wie der Dackel ein Alter von bis zu 16 Jahren erreichen, in Ausnahmefällen gar 20 Jahre. Größere Rassen wie etwa der deutsche Schäferhund werden zwischen 9 und 11 Jahre alt.
Laut Guinness-Buch der Rekorde liegt der Rekord, den ein Mischlingshund, der in Australien als Schäferhund arbeitete, erreichte, bei 29 Jahren.
Nutzung von Hunden
Gebrauchshunde
Unter Gebrauchshunden versteht man Hunde die Menschen bei ihrer Arbeit unterstützen, gewissermaßen "berufstätige" Hunde. Am Bekanntesten sind wohl die landläufig "Polizeihunde" genannten Hunde im Behördendienst. Hier werden sie zur Spurensuche, auffinden von Drogen, Waffen, Sprengstoff usw.,aber auch auf der Streife und zur Bewachung eingesetzt.
Manche Hunderassen eignen sich als Blindenhunde. Viele Tiere können auch als Rettungshunde, Therapiehunde oder für den Polizeidienst ausgebildet werden.
Jagd
Die Begleitung bei der Jagd war wahrscheinlich die erste und über lange Zeit wichtigste Nutzung von Hunden. Die dazu notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten hatten die Tiere von ihren Vorfahren, den Wölfen, geerbt, so dass dazu keine besonderen züchterischen Leistungen nötig waren. Erst viel später wurden spezielle Jagdhund Rassen gezüchtet. Für die Treibjagd benötigte man beispielsweise Hunde, die schnell laufen konnten, während kleine Hunde (Dackel, Terrier) leicht in Fuchs- oder Dachsbaue eindringen konnten.
Hunde der Hirten
Indem die Menschen sesshaft wurden und verstärkt Landwirtschaft betrieben, wurden Hunde auch verstärkt zur Bewachung von Hof, Haus und Herden eingesetzt. Für die Züchtung wurde der natürliche Trieb von Wölfen, das Rudel zusammenzuhalten, ausgenutzt. Während im Wolfsrudel dafür jedoch hauptsächlich der Leitwolf zuständig ist, der von den Rudelmitgliedern unterstützt wird, hat es der Hütehund mit einer viel größeren Herde von Tieren, die seinen Bemühungen teils Widerstand entgegensetzen, und beim Wolf Beutetiere wären, zu tun. Es muss daher einigen züchterischen Aufwand gekostet haben, bis die ersten brauchbaren Hütehunde gezüchtet waren. Bei heutigen Hütehunderassen, wie dem Collie, ist der Hütetrieb sehr stark ausgeprägt. Das kann teilweise zu Problemen bei der Haltung als Freizeithund führen, da manchmal vom Hund auch Spaziergänger, Kinder oder Autos als "zu hütende" Herdentiere angesehen werden. Andere Hunde wurden speziell zu Bewachen der Herde, zur verteidigung gegen Beutegreifer eingesezt, ohne dass der Mensch anwesend sein muß. Die Hirten haben so im Laufe der Zeit sehr viele Spezialisten aus der Gattung Hund herausgezüchtet.
Wachhund
Alle Hunderassen können als Wachhund eingesetzt werden, indem man ihren natürlichen Instinkt ausnutzt, das Rudel zu alarmieren, wenn Gefahr droht. In den Städten waren es naturgemäß eher die kleinen Hunderassen wie der Spitz, während auf dem Land wegen der höheren Abschreckungswirkung eher große Hunderassen zum Einsatz kamen.
Zugtier
Spitz
Die Nutzung von Hunden als Zugtier des armen Mannes war bis in das 20. Jahrhundert hinein weit verbreitet. Große Hunde sind anatomisch besser zum Ziehen von Karren und Schlitten geeignet als z.B. Pferde. Ein Zughund kann bis zum drei- bis fünffachen seines Körpergewichtes ziehen.
In nördlichen Ländern und in Sibirien werden Hunde wie der Husky oder der Samoyede auch heute noch als Schlittenhunde eingesetzt. Diese Hunde zeigen im Rudel und im Gespann ein ausgeprägtes Sozialverhalten, das dem des Wolfsrudels ähnelt. Das wird von den Züchtern ausgenutzt. So gibt es beispielsweise spezielle Hündinnen, die als "Kindergärtnerin" die Erziehung der Welpen übernehmen. Mit den Menschen kommunizieren hauptsächlich die Leithunde.
Freizeitgestaltung
Aufgrund seiner sozialen Anpassungsfähigkeit ist der Haushund das mit dem Menschen am vielfältigsten verbundene Tier. So verbringen viele Menschen heute mit ihrem Hund ihre Freizeit und betreiben dabei auch Hundesport. Nicht selten fungieren die Tiere sogar als einzige soziale Beziehung ihres Besitzers. Leider kommt es durch die hierbei häufig auftretende Vermenschlichung der Hunde oft zu gravierenden Haltungsfehlern, wobei die natürlichen Bedürfnisse der Tiere missachtet werden.
Kampfhundproblematik
Zu allen Zeiten wurden Hunde auch im Krieg für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt. Später züchtete man bestimmte Rassen als Kampfhunde, für Kämpfe mit anderen Tieren, aber auch gegeneinander (siehe Artikel Kampfhunde).
Derzeit (2005) ist das Thema "Kampfhund" in Deutschland sehr umstritten. Umgangssprachlich werden bestimmte Rassen pauschal als gefährliche "Kampfhunde" eingestuft, ohne dass dieser Einteilung wissenschaftlich belegbare Kriterien zugrunde liegen. Die als Argument angeführte Behauptung, dass einige Hunderassen eine genetisch bedingte verminderte Beißhemmung hätten, ist nach diesen Gesichtspunkten zweifelhaft. Unter Beißhemmung versteht man das natürliche Verhalten eines Hundes oder Wolfes, welches die Aggressivität innerhalb des Rudels begrenzt. So gibt es in Wolfsrudeln und auch unter Hunden nur selten tödlich verlaufende Kämpfe, da die Tiere beispielsweise durch Unterwerfungsgesten ihre Rangordnung festlegen. Diese Muster sind im Welpenalter erlernt und können bei fehlender Sozialisation der Tiere gezielt unterdrückt werden, ein Effekt, welcher auf alle Hunderassen zutrifft. Inwieweit die Veranlagung zu derartigen Verhaltensstörungen auch vererbt werden und damit gezielt herausgezüchtet werden kann, ist strittig. Da "Kampfhunde" im kriminellen Milieu den Charakter von Statussymbolen haben, werden Welpen hier teilweise gezielt auf diese Verhaltensstörung trainiert und auch bei der Zucht selektiert, um die soziale Stellung ihrer Besitzer zu unterstreichen.
Ausgangspunkt der kritischen Medienberichterstattung und der skeptischen Haltung der Öffentlichkeit gegen die "Kampfhunde" sind immer wieder - teils tödliche - Unfälle mit Vertretern dieser Rassen. Nach absoluten Zahlen aus den Statistiken der Bundesländer, werden die meisten Unfälle in Deutschland jedoch durch Schäferhunde verursacht, welche man nicht zu den "Kampfhunden" rechnet. Andererseits sollen Hunderassen wie der Pitbull, durch die enorme Kraft ihrer Kiefermuskeln auch bereits bei versehentlichem Biss stärkere Verletzungen hervorrufen als andere Hunde gleicher Größe. Daher haben sie das Potential, besonders bei unsachgemäßem Umgang, zu einer erheblichen Gefahr zu werden. Solche Hunde stellen spezielle Anforderungen an ihre Haltung und Erziehung und benötigen einen verantwortungsbewussten Halter - so der Gesetzgeber. Diesen Aussagen konnten bisher aber nicht belegt werden, anerkannte Wissenschaftler angefangen von Günther Bloch über Dorit Urd Feddersen-Petersen bis Erik Zimen bestätigen, dass sie dafür keine Anhaltspunkte haben, noch dass es Messungen der Beißstärken überhaupt gibt.[http://www.bullandterriers.de/Wichtige_Dokumente/gutachte.html Quellen zum Thema]
Pelzlieferant
Begehrt ist im nördlicheren Asien auch das Fell des Hundes als Pelz. Hundefell wird auch in Europa unter diversen Phantasienamen wie "Gaewolf" verkauft, allerdings nicht expressis verbis als Hundefell sondern als "echter Pelz" deklariert. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts war auch Hundeleder bei Kürschnern für bestimmte Artikel, wie Handschuhe, sehr begehrt.
Fleischlieferant
In Jäger- und Sammlerkulturen wurden Hunde in Notzeiten gegessen. Spezielle Hunderassen werden in China primär zum Verzehr gezüchtet. In Korea gilt der Hundefleisch-Eintopf Poshintang als Spezialität. In Deutschland ist das Schlachten von Hunden seit 1986 verboten, die gleiche Regelung gilt für die übrige EU. Trotzdem wird der Verzehr von Hunden in manchen Gegenden der EU, etwa in Südtirol, wenn nicht geduldet so doch übersehen. Allerdings ist auch dort der Handel mit Hundefleisch verboten. Eine reguläre Ausnahme vom Schlachtverbot für Hunde macht in Europa einzig die Schweiz.
Hundehaltung in Deutschland
Hunde werden in Deutschland zu den Kleintieren gerechnet. Sie werden im Normalfall als einzelne Individuen oder in kleinen Gruppen in unmittelbarer Nähe des Lebensraumes ihrer Besitzer gehalten. Dies kann zum einen die Wohnsphäre des Besitzers selbst sein, daneben ist jedoch auch die Haltung im Freien (im Zwinger oder in Anbindehaltung) durchaus üblich. Alle 3 Formen der Haltung bergen die Gefahr nicht tierschutzgerechter Unterbringung der Tiere in sich.
Die Haltung von Haushunden ist in der Bundesrepublik Deutschland steuerpflichtig (im Gegensatz zu der von Katzen oder Pferden). Die Hundesteuer wird von der Gemeinde in unterschiedlicher Höhe erhoben und durch eine Steuerplakette nachgewiesen. Manche Gemeinden fordern, dass die Plakette gut sichtbar am Hund zu befestigen ist. Eine Verpflichtung zu bestimmten Impfungen (Tollwut) gibt es in den meisten Bundesländern nicht. Detaillierte gesetzliche Regelungen, beispielsweise zum Leinenzwang, zum Entfernen von Hundekot auf öffentlichen Plätzen oder zur Haltung von so genannten Kampfhunden sind landesspezifisch.
In Deutschland gibt es keinen offiziell anerkannten Hundeführerschein, auch wenn dies von einigen Hundeschulen suggeriert wird. Die Ausbildung zum Begleithund ist ebenfalls weder vorgeschrieben, noch gesetzlich geregelt; die Begleithundeprüfung kann an verschiedenen Einrichtungen abgelegt werden, dabei ist auf die Anerkennung durch die zuständigen Dachverbände der jeweiligen Hundeschule zu achten. Rettungshundeprüfungen können nur in einer zugelassenen Rettungshundestaffel abgelegt werden
Für Haushunde besteht seit einigen Jahren die Möglichkeit der Implantation eines Chips, der die Identifikation des Tieres ermöglicht. Zum Auslesen der Transpondernummer des Tieres wird ein Lesegerät benötigt über welches in der Regel Tierärzte, Tierheime und Polizeidienststellen verfügen. Einige nichtkommerzielle Organisationen wie Tasso e.V. betreiben zentrale Registrierungsstellen für entlaufene und aufgefundene Hunde; hier kann auch die Chipnummer des eigenen Tieres registriert werden. Diese Nummer ist weltweit einmalig und erlaubt im Gegensatz zur Tätowierung eine sichere Identifizierung des Hundes. Ab Oktober 2004 müssen alle Hunde im innereuropäischen Reiseverkehr mittels Chip oder Tätowierung gekennzeichnet sein. Ab 2012 gilt der Chip als einzige anerkannte Kennzeichnung.
2004 lebten in Deutschland etwa 5 Millionen Hunde, in der Schweiz etwa 440.000 und in Österreich etwa 550.000. Nach der Hauskatze ist der Hund damit das meist gehaltene Haustier.
Ernährung
Eine vollwertige Ernährung der Hunde erfolgt am einfachsten über die Verfütterung kommerzieller Hundefuttermittel. Obgleich der Anteil von Futtermittelallergien in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat, stellt diese Fütterung die Versorgung der Tiere mit essentiellen Nahrungsbestandteilen am einfachsten sicher. Einige Hundehalter sind der Ansicht, dass eine Hundeernährung mit Frischfleisch, Innereien, Knochen, Gemüse und Kräutern, ergänzt mit wertvollen Pflanzen- und Fischölen (siehe auch BARF), besser sei. Ernährungsphysiologisch zumindest fragwürdig ist die Ernährung durch hauseigene Speisereste, da hierdurch Mangelzustände hervorgerufen werden können.
Viele menschliche Nahrungs- und Genussmittel sind für Hunde mehr oder wenig giftig. Als Beispiel sei hier Schokolade angeführt. Das Theobromin in der Schokolade ist für Hunde in größeren Mengen sehr gesundheitsschädlich und kann in Einzelfällen auch zum Tode führen. Die letale Dosis beträgt 100 mg Theobromin/kg Körpergewicht, bereits geringere Mengen führen aber zu Vergiftungserscheinungen, die sich in Erbrechen, Durchfall, Unruhe, Muskelkrämpfen und Harninkontinenz äußern können.
Das Spektrum der beschriebenen Hundeerkrankungen ist überaus reichhaltig und in seiner Vielfalt mit Erkrankungen des Menschen durchaus vergleichbar. Ausgesprochen häufige Hundekrankheiten sind:
- Sinnesorgane: Gehörgangentzündung (Otitis externa), Grauer Star, Bindehautentzündung, PRA (Progressive Retinal Atrophy, Netzhautdegeneration)
- Verdauungsorgane: Zahnstein, Magendrehung (bei großen Rassen), Futtermittelunverträglichkeiten, akute Resorptionsstörungen (Durchfall), Parasitenbefall
- Atmungsorgane: Rhinitis, sekundäre Tumorerkrankungen der Lunge
- Herz-Kreislaufsystem: Herzerweiterung (dilatative Kardiomyopathie, v.a. bei großen Rassen), Herzklappenerkrankungen (vor allem kleine Rassen)
- Harn- und Geschlechtsorgane: Niereninsuffizienz, Gebärmuttervereiterung (Pyometra), Prostatavergrößerung
- hormonelle Störungen: Diabetes mellitus, Funktionsstörungen im Bereich der Schilddrüse (Hypothyreose) und der Nebennieren (Hyper- und Hypoadrenokortizismus), Scheinträchtigkeit
- Nervensystem: Epilepsie, Störungen der Nervenfunktion durch Bandscheibenvorfall(vor allem bei Rassen mit relativ langem Rücken, beispielsweise Teckel)
- Haut: Gesäugetumoren, Allergien, Parasitenbefall
- Bewegungsapparat: neben traumatisch bedingten Erkrankungen dominieren Erkrankungen der Gelenke: Hüftgelenksdysplasie, Ellenbogengelenksdysplasie
- Infektionen: Gegen einen Großteil der früher seuchenhaft aufgetretenen Erkrankungen wie Parvovirose, Staupe oder auch Tollwut sind die meisten Hunde durch Impfungen geschützt. In den letzten Jahren nimmt der Anteil der Infektionen durch Reisekrankheiten (Leishmaniose, Babesiose, Dirofilariose oder auch der von Zecken übertragenen Borreliose erheblich zu.
Genetische Defekte
Gendefekte sind insbesondere in isolierten Gebieten wie Inseln oder auch speziell Amerika, bzw. dem lange getrenntem Ostblock häufiger und stellen durch die zunehmende Globalisierung ein echtes Problem dar. Bekannt ist hier z.b. Hüftgelenksdysplasie (HD) oder auch Ellenbogengelenksdysplasie was u.a. Schäferhunde häufiger aufweisen und zu Lahmheiten führen kann. Ebenso bekannt ist auch die sogenannte Dackellähme die aufgrund der stark verlängerten Rücken auftritt und bis zur Lähmung der Hinterbeine führen kann.
Weniger bekannt ist ein Gendefekt der speziell bei Langhaarcollies entdeckt wurde, aber auch bei mit Collies gekreuzten Rassen wie beim Barsoi, beim Australian Cattle Dog und beim Saluki sowie zahlreichen Britischen Hütehunderassen auftritt. Der Defekt äußert sich in einer Unverträglichkeit des Tieres gegenüber bestimmten Narkosemitteln, was bei Operationen zum plötzlichen Tod führen kann.
Politiker und ihre Hunde
Viele Politiker zeigen und zeigten sich mit ihren Hunden, um von sich ein positives Bild in der Öffentlichkeit zu projizieren. Der Auftritt von Politikern mit Hunden oder anderen Haustieren ist insofern ein Mittel der Public Relations. Es sollen beim Betrachter die positiven Emotionen, die z. B. der Hund weckt, auf die Person des Politikers übertragen werden.
So hatten viele Präsidenten der Vereinigten Staaten Hunde, mit denen sie sich oft öffentlich zeigten. Präsident George W. Bush veröffentlichte sogar zum Weihnachtsfest ein Video über seinen Hund und Franklin D. Roosevelts Fala wurde Protagonist eines eigenen Films und in einem Denkmal verewigt. Auch der französische Präsident François Mitterrand nahm zu nahezu jedem öffentlichen Auftritt seinen Hund mit.
Manche Historiker sehen auch in den vielen veröffentlichten Fotos von Adolf Hitler mit seinem Hund Blondie den Versuch der Propaganda, den "Führer" wärmer und menschlicher wirken zu lassen.
In England wird ein Politikstil, der vor allem Angriffe auf den politischen Gegner zum Gegenstand hat, als Rottweiler politics bezeichnet.
Siehe auch
- Liste der Hunderassen, Bellen, Hundekrankheiten
Weblinks
- [http://www.hunde.com/ Hunde.com] Umfangreiches Portal "Rund um den Hund"
- [http://hen.hundezeitung.de/ Hunde-Erbkrankheiten-Netzwerk] - Offene Sammlung von Fachbeiträgen und Fallbeispielen zu Erbkrankheiten bei Hunden
- [http://www.3sat.de/nano/bstuecke/52910/index.html Canis lupus familiaris:] Hunde, die vertrauten Wölfe - Die Wissenschaft widmet sich einem uralten Haustier der Menschheitsgeschichte (3sat)
- [http://mendel.berkeley.edu/dog.html Das Dog Genome Project]
- [http://www.ihzl.de IHZL - Internationale Hundezüchterliste]
- [http://www.leishmaniose-forum.parasitus.com Leishmaniose-Forum] Forum für Leishmaniose-Betroffene, auch für andere Reisekrankheiten
- [http://www.SARDOG.de SARDOG.de - Das Rettungshundewesen in Deutschland]
- [http://www.tiernotruf.org/ Tasso e.V.]
- [http://www.hund-herrchen.de/ Ratgeber für Hundebesitzer]
- [http://www.zughunde.at.tf/ Zughunde.at.tf]
- [http://www.hundezeitung.de/index.html HundeZeitung] Älteste und umfangreichste werbefreie Online-Zeitung zum Fachthema Hunde; über 1.500 Fachartikel
- [http://www.drk-rhs.de eine Rettungshundestaffel aus Hessen]
- [http://www.wissenschaft.de/wissen/news/256302.html www.wissenschaft.de: Hunde können Absichten und Gedanken besser einschätzen als vermutet]
- [http://www.usenet-replayer.com/webrings/animal-dog.html Bilder von Haushunden] aus dem Usenet mit Suchfunktion.
- [http://www.tierwaisen.de/overview.aspx?categoryId=1 tierweisen.de, Internetseite für besonders schwer vermittelbare Tierheim-Hunde]
- [http://www.dogs-in-action.de.vu Dogs in Action] Forum rund um den Hund
!
ja:イヌ
ko:개
simple:Dog
th:สุนัข
GebrauchshundGebrauchshunde sind Hunde, die für die Jagd, zum Katastropheneinsatz, im Polizeidienst, zur Suchtgiftauffindung, bei Lawineneinsatz oder Ähnlichem gebraucht werden. Dazu müssen sie zu bestimmten Einsätzen die körperliche Beschaffenheit mitbringen. Es gibt insbesondere folgende Einsatzzwecke:
- Jagdhunde
- Schweißhund
- Apportierhund (bekannt als "Retriever", vom englischen to retrieve = zurückholen)
- Stöberhund
- Laufhund
- Vorstehhund ("Pointer")
- Bauhund
- Wasserhund
- Hüte- und Treibhunde
- Schäferhund
- Sennenhund
- Metzgershund
- Wach- und Schutzhunde
- Polizeihund
- Zollhund (Rauschgift- und Waffenspürhund, aktive und passive Anzeige)
- Rettungshund
- Servicehunde
- Blindenführhund
- Gehörlosenhund
- Therapiehund
Die geforderten charakterlichen und körperlichen Eigenschaften richten sich nach dem geforderten Einsatzzweck des Hundes. Als das wichtigste gemeinsame Merkmale sind jedoch die ausgeprägte Lernwilligkeit und der unbedingte Gehorsam zu betrachten. Eine möglichst frühe Sozialisierung ist in jedem Fall anzustreben. Erst danach ist es sinnvoll, die angeborenen Jagd-, Schutz- oder Hütetriebe weiter herauszuarbeiten und von ihnen im wörtlichen Sinn "Gebrauch" zu machen.
Für Jagdhunde gibt es so genannte Brauchbarkeitsprüfungen oder vergleichbare Prüfungen deren Bestehen als Brauchbarkeitsnachweis anerkannt wird. Um ein Jagdrevier zu pachten, muss die Verfügbarkeit eines brauchbaren Hundes, der zuständigen Jagdbehörde nachgewiesen werden.
Kategorie:Gebrauchshund
Direkte SteuerMan unterscheidet zwischen indirekten Steuern und direkten Steuern.
Direkte Steuern werden unmittelbar vom Steuerschuldner erhoben. Zu den direkten Steuern zählen Steuern auf das Einkommen und das Vermögen (z. B. Einkommensteuer, Lohnsteuer, Körperschaftsteuer, Vermögensteuer, Solidaritätszuschlag, Zinsabschlag) sowie Steuern im Zusammenhang mit dem privaten Verbrauch (z. B. Kraftfahrzeugsteuer, Hundesteuer, Jagdsteuer).
Bei direkten Steuern sind Steuerschuldner (gesetzlich bestimmt) und Steuerträger (derjenige, welcher die Steuer tatsächlich zahlt) personenidentisch. Beispiel: Bei der Hundesteuer ist der Hundehalter gesetzlicher Steuerschuldner und er zahlt sie auch.
Indirekte Steuern muss nicht der eigentliche Steuerschuldner leisten, sondern stellvertretend eine andere Person (Steuerträger), welche die entsprechende Belastung an den eigentlichen Steuerschuldner weitergibt. Dazu zählen etwa die Umsatzsteuer (Deutschland) sowie die Verbrauchsteuern des Bundes (Mineralölsteuer, Erdgassteuer, Tabaksteuer, Stromsteuer, Biersteuer, Branntweinsteuer, Schaumweinsteuer und Zwischenerzeugnissteuer und die Kaffeesteuer).
Bei indirekten Steuern fallen Steuerschuldner und Steuerträger auseinander. Beispiel: Die Mineralölsteuer wird vom Mineralölherstellungsbetrieb geschuldet, gezahlt wird sie vom Kunden an der Tankstelle.
Kategorie:Steuerrecht
Kategorie:Zoll
Kategorie:Steuern und Abgaben
LuxussteuerAls Luxussteuer wird die erhöhte Mehrwertsteuer bezeichnet, die auf bestimmte hochwertige Produkte, die als Luxus gelten, erhoben wird. In vielen Ländern werden z.B. Autos, Schmuck oder Pelze mit einer Luxussteuer belegt.
In der deutschen Geschichte existierten z.B die Karossensteuer, in Preussen die Dienstbotensteuer.
Ebenso wurde die heute noch existente Hundesteuer in Preussen um das Jahr 1810 als Luxussteuer erstmalig initiiert.
Kategorie:Steuern und Abgaben
NutztierUnter Nutztieren versteht man vom Menschen mehr oder weniger domestizierte Tierarten, die zum Zwecke der Nutzung gehalten werden.
Allgemein
Im Verlauf der Evolution hat der Mensch viele Tiere domestiziert und durch Züchtung an seine Bedürfnisse angepasst. Bei der landwirtschaftlichen Nutzung werden viele Tierarten als Vieh bezeichnet. Viele der nachfolgenden Begriffe könnten deshalb auch das Suffix -vieh tragen; hier wird jedoch einheitlich -tier verwendet.
Die Einteilung bezieht sich im allgemeinen auf die Nutzung.
Nutzungsarten
Schlachttiere / landwirtschaftliche Nutztiere
Landwirtschaftliche Nutztiere sind im wesentlichen Nahrungslieferanten (Fleisch, Milch, Eier etc.), aber häufig werden nahezu alle weiteren Bestandteile (Därme), Haut, Haare bzw. Federn, Horn, Wolle und Felle) genutzt.
Beispiele:
- Hausgeflügel
- Kaninchen
- Meerschweinchen
- Pferd
- Rentier
- Rind
- Schaf
- Schwein
- Ziege
- Zucht-Fische Forellen etc.
Zug- und Tragtiere
Zug- und Lasttiere dienen der Arbeitserleichterung des Menschen. Dabei ist zu beachten, das die Zugleistung eines Tieres um ein vielfaches höher ist als seine jeweilige Tragleistung. Durch die technologische Entwicklung in der Land- und Forstwirtschaft werden in Mitteleuropa zunehmend Maschinen eingesetzt. Zugtiere haben heute nur noch in Entwicklungsländern sowie der Forstwirtschaft eine Bedeutung. Sh. Geschichte des Transportwesens im Altertum
Beispiele:
- Dromedar
- Elch
- Elefant (nur indischer)
- Esel
- Hund mit Travoir / oder Schlitten
- Kamel (Trampeltier)
- Lama
- Maultier und Maulesel
- Pferd
- Rentier
- Rind (Kühe und bes. Ochsen)
- Wasserbüffel
- Yak
- Ziege
Reittiere dienen der Fortbewegung des Menschen. In den wohlhabenden Nationen dienen sie auch der Freizeitbeschäftigung.
Beispiele:
- Dromedar
- Elch
- Elefant (indischer)
- Esel
- Kamel
- Lama
- Maulesel Maultier
- Ochse
- Pferd
- Rentier
Pelztiere dienen im allgemeinen der ausschließlichen Gewinnung von Pelzen; das Fleisch und andere Bestandteile dieser Tiere werden i.d.R. nicht verwertet.
Beispiele:
- Chinchilla
- Nerz
- Nutria
- Waschbär
- Zobel
- Fuchs
- Robbe
- Wolf
- Luchs
- Karakulschaf
Wachttiere dienen der Bewachung. Im allgemeinen werden hierfür heute ausschließlich speziell gezüchtete Hunderassen verwendet.
- Gänse
- Krokodile
- Tiger
- Wachhunde
Jagdtiere dienen bei der Unterstützung der Jagd auf andere Tiere.
Beispiele:
- Falke
- Frettchen
- Jagdhund
Herden- oder Rudeltiere
Es gibt unter den Herbivoren domestizierte und undomestizierte Herdentiere. Sie boten bei entsprechender Disposition durch ihren naturgemäßen Hang zu sozialem Leben und ihre Mobilität große Vorteile der Haltung.
Dazu zählen als wichtigste (+ = domestiziert):
- Büffel +/- und Wisente
- Dromedare + und Trampeltiere +
- Elefanten +/-
- Esel +/-
- Gazellen
- Gnus
- Karibus
- Lamas +
Der Moschusochse gehört zu den Paarhufern und ist ein Wiederkäuer. Seine weitere Einordnung ist umstritten, doch ist am meisten anerkannt, daß er eine eigene Entwicklungsgruppe in der Ziegen- und Schafgruppe repräsentiert, der auch der in Zentralasien beheimatete Yak angehört.
- Pferde +
- Rentiere +
- Rinder +
- Schafe +
- Saigas
- Schweine +
- Wölfe +
- Zebras
- Ziegen +
Sonstige Nutztiere
- die Milbenart Tyroglyphus casei, die bei der Herstellung von Milbenkäse verwendet wird.
- Honigbiene
- Seidenraupe
- Weinbergschnecke
Neuartige Tiernutzung
Die vorstehende Einteilung orientiert sich stark an der Entwicklung der menschlichen Zivilisation. In der jüngeren Vergangenheit sind weitere Nutzungen von Tieren hinzugekommen, die sich in diese historische Gliederung nicht einordnen lassen.
Beispiele:
- Blindenhund, Blindenpferd
- Spürhunde, vor allem Lawinenhunde und Hunde, die beim Aufspüren von Sprengstoffen oder Drogen eingesetzt werden
- Versuchstiere in der Forschung
- Haustiere in der haustiergestützten Therapie (Pet-facilitated therapy)
Auch Haustiere könnten als Nutztiere betrachtet werden, da sie ihren Besitzern einen persönlichen Nutzen bringen. Gleiches gilt für Zoo- und Zirkustiere.
Perspektiven
Das menschliche Verständnis gegenüber der Tierwelt hat sich in dem letzten Jahrhundert grundlegend verändert. Zunehmend versteht man unter Nutztieren auch diejenigen, freilebenden und nicht domestizierten Tiere, die dem Menschen oder seiner Umwelt einen positiven Nutzen bringen.
Literatur
- Helmut Hemmer: Neumühle-Riswicker Hirsche - Erste planmäßige Zucht einer neuen Nutztierform. Naturwissenschaftliche Rundschau 58(5), S. 255 - 261 (2005),
Siehe auch:
Arbeitstier, Haustiere, Vieh, Tierschutz, gefährdete Nutztierrassen, Maul- und Klauenseuche, Geflügelpest
zh-min-nan:Cheng-siⁿ
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GemeindesteuerGemeindesteuern sind Steuern, deren Aufkommen nach Art. 106 Absatz 6 GG den Gemeinden zusteht. Das sind zum einen
- die Grundsteuer und
- die Gewerbesteuer und zum anderen
- die örtlichen Verbrauchsteuern und Aufwandsteuern.
Letztere dürfen die Gemeinden jedoch nur erheben, wenn keine landesgesetzlichen Regelungen erlassen sind.
Zulässige örtliche Verbrauch- und Aufwandsteuern sind Hundesteuer, Jagdsteuer, Zweitwohnsitzsteuer und Vergnügungsteuer. Für verfassungswidrig erklärt wurden hingegen die Kasseler Verpackungsteuer auf Einwegverpackungen oder die sogenannte Einwohnersteuer, welche nach Wohnraum und Mietwert berechnet wurde.
Den Gegensatz zu den Gemeindesteuern bilden die sogenannten Gemeinschaftssteuern wie Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer, welche nach dem Grundgesetz Bund, Ländern und Gemeinden anteilig zustehen und die Ländersteuern, deren Aufkommen nur dem jeweiligen Land zusteht.
Geschichte
Die Gemeindesteuern wurden erst im Zuge der Finanzreform 1956 ins Grundgesetz aufgenommen. Der Bund darf diese Steuern zwar nicht grundsätzlich entziehen, er kann aber das Aufkommen durch Gesetz einschränken. Als Beispiele seien das Steueränderungsgesetz 1979, welches unter anderem das Aufkommen der Gewerbesteuer erheblich begrenzte, die Streichung der Gewerbekapitalsteuer oder die Erhöhung der Gewerbesteuerumlage an Bund und Länder genannt.
Kategorie:Steuerrecht
Kategorie:Steuern und Abgaben
Kategorie:HaushundHier stehen Artikel die sich mit der Thematik Haushund (Canis lupus familiaris) im weitesten Sinne beschäftigen.
Kategorie:Haus- und Heimtierhaltung
Kategorie:Kynologie
Kategorie:Steuern und AbgabenKategorie:Finanzwissenschaft
Kategorie:Zoll
Kategorie:KommunalpolitikKategorie:Politisches Sachgebiet Suisse allemande
La Suisse alémanique est la partie de la Suisse où l'on parle le dialecte suisse allemand. Elle fait partie de la grande région, constituée par plusieurs pays, dans laquelle de nombreux dialectes idiomatiques sont parlés comme en Allemagne (Schwarzwald), en France (Alsace), en Autriche (Voralberg) et au Liechtenstein.
Voir aussi
- [http://als.wikipedia.org/wiki/Bild:Alemannischer_Sprachraum.png Carte et texte en patois suisse allemand]
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Het Steen
Het Steen (prononcu:[Het STE:N]) estas parto de la iama fortikaĵo (aŭ burgo) sur la dekstra riverbordo de la Skeldo en Antverpeno. Ĝi estas la plej malnova konstruaĵo de la urbo, konstruita inter 1200 kaj 1225 kaj tiutempe nomata Antwerpse burch
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KACZIÁNY Géza
Kacziány Géza [kacianj geza](Arad, 1856 - Budapeŝto 1939 decembro): verkisto, tradukisto, publukisto, pli juna frato de KACZIÁNY Ödön. Li studis juron en Budapeŝto, akiris eĉ instruistan diplomon. Ekde 1879 li estis kunlaboranto de Pesti Hírlap, ekde 1881 ĉe Budapesti Hírlap. Li est
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Unuigita Regxlando de Britio kaj Nord-Irlando
Tiu ĉi artikolo traktas la regnon entenantan Anglion, Skotlandon, Kimrion kaj Nord-Irlandon. Ankaŭ, en historio, aliaj ŝtatoj nomiĝis "Unuiĝinta Regno" (ekz. Unuiĝinta Regno de Portugalio, Brazilo kaj Algarvo). Vidu ankaŭ Britio (apartigilo).
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KACZIÁNY Ödön
Kacziány Ödön [kacianj odon] (Marosvásárhely, 1852. 01. 8. - Budapeŝto, 1933. 01. 10.): pentristo, pli maljuna frato de KACZIÁNY Géza. Li lernis ĉe BARABÁS Miklós; poste pluekzercis sin en Munkeno, Vieno kaj Parizo. Hejmenveturinte, li instruis en Zenta, Cegléd, poste en
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Kastelo de Blois
La kastelo de Blois situas en la urbo Blois in la regiono de la rivero Luaro,
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La renesanca kastelo estas vizitebla dum la tuta jaro. Somere estas montrata
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Charles ESTIENNE [ŝarl' etjen'] (naskiĝis 1504, mortis 1564), filo de la humanisto Henri ESTIENNE, estis grava klerulo de la franca 16-a jarcento.
Li studis medicinon. De 1551 ĝis 1561 li transprenis la mastrumadon de la fama presejo de lia patro.
Verkoj:
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Kastelo de Gaasbeek
La kastelo de Gaasbeek estas mezepoka akvoburgo. Dum la 17-a jarcento ĝi parte detruiĝis pro incendio kaj poste ĝi estis trakonstruita al romantika loĝkastelo.
Ekde 1921 ĝi fariĝis propraĵo de la ŝtato kaj ĝi estas malferma al la publiko. La kastelo situas en Lennik en la regiono Pajottenland, proksime al Bruselo.
La ĝardeno tie estas leĝe protektita.
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BARABÁS Miklós
Barabás Miklós [baraba'ŝ mikloŝ] (Kézdimárkosfalva, 10-a de februaro 1810 – Budapest, 12-a de februaro 1898) hungara pentristo, plej elstara majstro de la hungara
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